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20. April 2011 3 20 /04 /April /2011 13:54

Zuhause! Noch 0 Kilometer und 0 Tage...

Also hier nochmal für alle die es noch nicht wissen, WIR SIND WIEDER IN GRAZ!
Und das bereits seit drei Wochen...So lang dauert es nämlich, bis man daheim die nötige Ruhe findet um einen einigermaßen geistreichen Blogeintrag zu stande zu bringen.
Womit wir schon mittendrin sind beim Thema: Wie ist es denn nun nach 21 Monaten auf Reisen wieder in seine alte, gewohnte Umgebung zu kommen? 

Also erstmal war da das Ankommen am Samstag vor drei Wochen in Graz.
Bei all den Gedanken die uns die letzten Meter im Zug von Ljubljana nach Graz so durch den Kopf gegangen sind, wären wir auf diesen nicht gekommen. Nämlich, dass uns so viele mit Geschrei, Fahnen, einem richtig großen Transparent und strahlenden Gesichtern am Bahnhof überraschen! Danke Regina, Tom, Petra, Erwin, Leni, Arno, Andrea, Peter, Mimi, Alex, Valentina, Christine, Mike, Victoria, Hatsch, Angela, Hanno, Fuzi, Sonja, Schmuck, Ferdl, unseren Eltern (und falls hier jemand vergessen wurde dürfen wir uns auf vorübergehende Unzurechnunngsfähigkeit berufen, denn ein bisschen ein Ausnahmezustand war das schon da am Bahnhof...) !

 

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Damit noch nicht genug hat es auch anschließend in der Scherbe den ein oder anderen Überraschungsgast bei der Tür rein geweht. Als erstes fallen uns da unsere Longway-Freunde aus OÖ ein, die wir zuletzt im Süden Argentiniens verabschiedet haben. Danke Alex und Robert für den lebenden Beweis, dass Reisen so wunderbar spontan und die Welt so unglaublich klein macht ;)! Und Danke an all unsere anderen lieben Freunde die auch noch gekommen sind und uns diesen ersten Abend so angenehm und leicht gemacht haben.

Der erste Teil war also schon mal einfach. Und jetzt?
Wir erkunden unsere "alte, gewohnte" Umgebung, unser Graz.
Mit "alt" haben wir erstmal überhaupt keine Probleme, europäisch alt haben wir auf Reisen nämlich gehörig vermisst und rein optisch gefällt uns Graz mit seinen Winkerln und Gasserln besser denn je. Doch "gewohnt" fühlt sich das irgendwie nicht mehr an...
Also helfen wir uns und Graz ein wenig auf die Sprünge, sitzen auf Aperolspritzer im Schanigarten, essen Backhendl beim Steirerwirt, Leberkässemmeln bei der Mild Rosi, kaufen Kürbiskernöl am Kaiser Josef Platz und besuchen das Schauspielhaus.
Ob´s fruchtet? Wir werden sehen...

Falls nicht, haben wir immer noch ein kleines Ass im Ärmel. Oder soll ich besser sagen in meinem Bauch? Da wächst nämlich ein kleiner Traveller (oder Travellerin?) heran, der uns die letzten sieben Monate unserer Reise quer durch Asien und Indien begleitet hat und ab Ende Juni etwas Long Way Round Stimmung nach Graz bringen wird ;))).
Wir werden uns alle Mühe geben es auch dem Baby daheim in Österreich schmackhaft zu machen...

Was passiert jetzt also mit diesem Blog?
Nachdem es sich hier um einen Reiseblog handelt und diese Reise, unser Long Way Round, hier erstmal zu Ende ist, müssen wir uns wohl auch davon verabschieden.

DANKE an alle Freunde von unterwegs und von daheim, für´s dabei sein und eure Unterstützung!

Hat großen Spaß gemacht den Blog zu schreiben und könnten uns gut vorstellen, dass es eine Fortsetzung gibt. An weiteren Reiseplänen mangelt es nach so einer Weltumrundung nämlich nicht...
Denn auch uns wird es wahrscheinlich nicht anders ergehen, als Georg Foster in Daniel Kehlmanns "Vermessung der Welt":
 
"Es helfe nichts, sich an den Mast zu binden, auch als Davongekommener erhole man sich nicht von der Nähe des Fremden."


In diesem Sinne wünschen wir euch allen Schönes Weiterreisen und auf bald,

Tanja, Gerhard und unser Long Way Round Baby ;)

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24. März 2011 4 24 /03 /März /2011 22:30

Heimreise! Noch 469 Kilometer und 2 Tage...

Istanbul (TK) - Sofia (BG) - Belgrad (SRB) - ( Ljubljana (SLO) )

 


Wir sitzen im Zug!
Wie der Name bereits richtig verrät geht es auf dieser Zugreise quer über den Balkan, nur so richtig "Express" sind wir nicht unterwegs...

 

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Gestartet wurde die Heimreise mit dem Balkanexpress am Montag abend, 22.00Uhr am Bahnhof in Istanbul.
Da nämlich hat der Schaffner zur Abfahrt Richtung Belgrad auf Plattform 1 gepfiffen und mein Bauchkribbeln seinen Höhenpunkt erreicht. So fühlt sich das also an, wenn es nach 21 Monaten nach hause geht? Hmmm...
Damit es auch ein bisschen so unbequem wie früher wird, hat die türkische Bahn die Schlafwaggons auf dieser Strecke netterweise aus ihrem Angebot gestrichen, doch egal, ich bin eh zu aufgeregt um zu schlafen. Außerdem hätte man uns ja sowieso aus dem Schlaf UND Zug reißen müssen, denn mitten in der Nacht heißt es Schienenersatzverkehr! Wir steigen in einen Bus um und überqueren damit auch gleich die Grenze. Dienstag morgen sind wir also (zumindest vorübergehend) wieder in der EU, willkommen in Bulgaria!

Doch irgendwie haben wir die EU anders in Erinnerung... Bulgarien wohl doch noch ein klein weing mehr bulgarisch als "europäisch".
Dieser Eindruck ändert sich auch nicht als wir unverhofft zu einem sieben stündigen Aufenthalt in Sofia kommen.  Eigentlich sollten wir fahrplanmäßig durch die Hauptstadt durch rauschen, aber unser "Conductor" hatte da wohl andere (Fahr-)Pläne...
Kurzerhand wird unser Waggon auf Gleis Nummer sechs abgestellt und wir freundlich darüber informiert, dass es erst abends wieder weiter geht. Der Lokführer braucht nämlich eine Pause. Der kommt  netterweise auch noch persönlich vorbei und demonstriert uns eindrucksvoll, was für eine gute Idee das nicht ist! Damenspitzerl kann man das nicht mehr nennen, eher riecht der Herr Conductor nach ausgewachsenem Schnapsrausch! Er lallt noch recht gesprächig was von "Sofia gratis" und  "Bagasch no problema" daher und wedelt mit dem Schlüsselbund. Soll soviel heißen wie "He ihr seid doch Touristen und kriegt jetzt ein Sofia-Sightseeing ganz für umsonst und euer Gepäck? Och kein Problem, das könnt ihr im Zug lassen, denn ICH hab die Schlüsssel (wie beruhigend!) und sperr auch gut zu..."

Und tatsächlich, es bleibt eine überfallsfreie Reise. Denn weder beim "Sightseeing" durch Sofia, noch als wir wieder im Zugabteil sind, fehlt irgendetwas von unserem Hab und Gut.
Weiter geht es also wieder durch die mittlerweile schon zweite Nacht im Balkanexpress. Diesmal mit dem kleinen Unterschied eines gemütlichen Bettes in einem zwar rustikalen aber immerhin, Liegewagen!
Doch bevor wir uns ins legere Nachtgewand schmeißen, wirds nochmal offiziell. Die nächste Grenzkontrolle nach Serbien steht an. Diesmal kommt der ganze Zöllnerhaufen auch zu uns ins Abteil und sucht halbherzig nach Heroin. Na so werden die das nie finden ;). Schließlich gibts den nächsten Stempel im Pass (der übrigens langsam aus allen Nähten platzt)...
 
Wie in der ÖBB Werbung tuckern wir also durch die serbische Nacht und endlich wird diese Zugfahrt noch so richtig gemütlich, ja sogar romantisch. Es rattert auf den Gleisen, ab und zu geben wir ein melodisches "Tut tut" von uns, ein Quietschen der Bremsen, die meiste Zeit aber hören wir nix, denn wir schlafen.
Mittwoch 5Uhr früh stehen wir dann ausgeschlafen am Bahnhof in Belgrad und dürfen uns zwei Tage in dieser tollen Stadt erholen.

Danach geht es wieder weiter, in die Hauptstadt unserer Nachbarn, nach Ljubljana. Quasi letzter Sicherheitsstopp vor Graz. Aber nicht weil wir noch immer nicht nach hause wollen, im Gegenteil. Wir möchen nur nicht zu spät zu unserer eigenen kleinen Comeback Feier kommen. Denn wer weiß was unserem Express auf den letzten Metern nicht  noch alles  zwischen die Gleise kommt...

Volldampf nach Graz und wir sehen uns dann am Samstag! ;))))))

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21. März 2011 1 21 /03 /März /2011 16:05

Dubai (VAE) - Isatnbul (TK)

 

Heimreise! Noch 1267 KIlometer und 5 Tage...

 

Mit der Fähre über den Bosporus, der Grenze zwischen Asien und Europa! Am 15. März um 12.20 türkischer Ortszeit sind wir (...zumindest Kontinent mäßig) wieder zu hause - zurück im guten alten Europa!
Ach ja du hast uns schon so manches mal gefehlt...  Im kulturlosen Australien zum Beispiel (sorry aber Strandkultur zählt nicht) oder in Thailand (irgendwann kann man keine Tempel mehr sehen sondern will eine "echte" alte Kirche) oder auch in der Südsee (wenn das Meer und die Inseln zwar wunderschön sind, aber man lieber mal wieder über Kopfsteinpflaster stöckelt als mit seinen Zehen im Sand zu buddeln).

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Ja aber wo sind wir hier jetzt eigentlich gelandet? In Istanbul!
Geschätzte 13 bis 16 Millionen Einwohner, eben so viele Lederjacken und ungefähr sechseinhalb Millionen Schnauzbartträger.
 

folder2 3195Klischee?  Das haben wir auch gedacht, doch dann sind wir in der Straße bei unserem Apartment angekommen. Wir müssen zugeben, ja wir haben auf einen Irrtum gehofft. Die Gegend hat nämlich nicht so ganz meinen Erwartungen von zentraler Lage und einem hippen Bezirk in einer modernen Großstadt entsprochen, quasi Lend von Istanbul erwartet. Eher schon erinnert das hier an einen rauhen Arbeiterbezirk mitten in der Pampa Anatoliens?  Selbstredend das wir beim Einzug in unser neues Zuhause für leichte Verwunderung bei den Nachbarn sorgen. Die sind nämlich grad alle auf der Straße, die Kinder beim Fußball spielen, die Männer beim grimmig drein schauen und Tee (chai) trinken und die Frauen, die sind beschäftigt die Wäsche aus dem Fenster im ersten Stock zu hängen.
Da baumeln also die Unterhosen quer durch die Istanbuler Innenstadt. Bei einem ersten Spaziergang durch die Stadt stellen wir nämlich fest, dass wir tatsächlich mittendrin sind in Istanbul und die Prachtstraße der Stadt, die Istiklal Caddesi keine 100 Meter ums Eck!


Do schaust her, die sieht unserer Herrengasse ja zum Verwechseln ähnlich. Kurios wird es als wir den Charly Temmel(!) mit seinem Eis entdecken, gleich daneben den Calzedonia und ein paar Meter weiter die Nordsee! (Grazern kommt diese Anordnung durchaus bekannt vor oder?)   
Nur mit der Masse an Menschen kann die Grazer Herrengasse nicht mithalten, außer vielleicht am letzten Einkaufssamstag vor Weihnachten. Und bei der Kebabstand Dichte. Und dem Lederjacken Aufkommen. Und eben den Schnauzbärten. Aber sonst? Fühlen uns fast schon wie daheim.... ;)) 

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Istanbul ist aber auch ganz ohne die Ähnlichkeiten zu Graz eine tolle Stadt. Der Bosporus, das goldene Horn, die berühmte Hagia Sophia und viele andere wunderschöne Moscheen. Ich mag den Muezzin, auch wenn er um fünf Uhr früh schon von seinem Minarett herunter schreit. Erinnert an Marokko, den Anfang unserer Reise und daran erinner ich mich gern. 

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Istanbul für uns die perfekte Station auf dieser Heimreise und wo wir uns hier balkanmäßig gerade so schön eingrooven, können wir diese Richtung auch gleich beibehalten...
Mit dem Balkanexpress gehts weiter nach Belgrad!

Güle Güle Istanbul - Zug fährt ab!

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16. März 2011 3 16 /03 /März /2011 18:35

Heimreise! Noch 4260km und 10 Tage...

 

 

Havelock (Andamanen) (IND) - Port Blair (Andamanen) (IND) - Chennai (IND) - Dubai (VAE)


  
Burj-Khalifa.JPGHöher , schneller, weiter und alles muss dabei schön glänzen. So oder so ähnlich lautet wohl die Devise in Dubai.
Kein Wund er also, dass wir hier mitten in der Wüste auf den größten Goldsouk weltweit und das höchste Bauwerk der Welt, den Burj Khalifa treffen.
Mit 828 Metern ragt er gen Himmel und sticht damit ohne Probleme seine nicht zu knapp  vertretenen Kollegen, Herr und Frau Wolkenkratzer aus. Dazwischen ziehen hübsch und breit Straßen durch die Stadt und werden so irgendwie zum Mittelpunkt, quasi Stadtkern. Das ist aber auch ganz wichtig und gut so, denn der Scheich geht nicht gern zu fuß, viel lieber flitzt er mit seinem Riesenauto durch die Stadt.

Trotzdem haben die in Dubai aber eine schöne nagelneue Metro gebaut, doch wohl irgendwie nicht eingelplant, dass man damit auch wirklich fährt!?
Anders können wir es uns nicht erklären, wie man eine U-Bahn zum Burj Khalifa und dem (natürlich) weltgrößten Shoppingcenterl, der Dubai Mall hinbauen kann und irgendwie doch nicht so richtig?
Kurz wie ich zu der Annahme komme: Wir nehmen, um zu diesen touristischen Attraktionen zu kommen, also ganz undubai-like die Öffis. Steigen bei Station mit Namen Burj Kalifa/Dubai Mall aus, Ziel nun nicht nur in Sichtweite(beim welthöchsten Bauwerk ja nicht weiter schwer...), nein auch zu fuß in einer Minute gemütlich erreichbar doch der Eingang? Auf den scheinen sie wohl irgendwie vergessen zu haben, denn wir müssen über die Tiefgarage "einsteigen"!

Wahrscheinlich hätte man zumindest an der Metro-Haltestelle für die letzten 100 Meter in seinen Hummer umsteigen müssen...

 

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Drinnen in der Mall, der Dubaianer aber doch wieder sehr bodenständig, denn zwischen Louis Vuitton und Gucci findet sich immer  wieder Platz für einen..Prayer room ! Gerhard verirrt sich auf der Suche nach der Toilette in einen solchen Prayer room und findet sich  plötzlich in miten von Fußwaschungen wieder.  Einkaufsackerl brav neben den nach Mekka knieenden Konsumprinzen geparkt, eine Runde beten und weiter gehts in den 2.Stock zu Dolce&Gabbana. ;)


Ich bin mir sicher die Stadt hat für Fans von Superlativen noch einiges mehr auf Lager, doch wir, ganz Nostalgiker, sehnen uns mehr nach was Echtem...das darf auch ruhig schon etwas älter sein.

 

Drum weiter mit Riesenschritten Richtung "alter Kontinent"...Europa wir kommen!!!

Wir sehen uns dort!!!

 

 

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13. März 2011 7 13 /03 /März /2011 13:29

 

Die letzten 5 Monate sind wir ordentlich herumgekommen in Asien und ich  hab Gerhard ( Maria Almodovar ;) noch ein letztes mal zu einem kleinen Blockbuster überreden können.

An gutem Rohmaterial hat es ja nicht gemangelt, das Leben in Asien ist dafür viel zu bunt, lebendig und vor allem öffentlich. Es spielt sich auf und in den Straßen ab und genau dort waren wir mit unseren Rucksäcken am Rücken unterwegs und haben versucht, diese Reisestimmung ein wenig einzufangen. 

 

Seht selbst, ob uns das gelungen ist.

 


Schön war´s , aber für uns geht die Reise nun mit großen Schritten Richtung Heimat weiter!
Wir verabschieden uns mit diesem Video von Asien und den letzten unglaublichen 21 Monaten "Long Way Round"...
Ganz rum sind wir aber noch nicht, doch wir kommen!
Ab nach hause...
Bis bald (jetzt aber echt) !!!!

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28. Februar 2011 1 28 /02 /Februar /2011 07:19



Achtung Heimreise!

Ja es ist soweit, wir dürfen unsere Rückkehr verkünden!
Moment, Moment, noch nicht sofort... Aber angesichts unserer doch etwas längeren Abwesenheit haben wir uns gedacht, euch schön langsam auf unser Erscheinen vorzubereiten. Also:

Unsere Heimreise führt uns von Indien mit der Air Emirates über Dubai nach Istanbul. Dort wird erstmal ausgiebig geshopt. Teppiche, Pfannen, Töpfe , immerhin haben wir zukünftig wieder einen Haushalt zu führen und schließlich müssen wir noch beim Schneider vorbei schauen, der soll uns wieder stadtfein machen.
In Istanbul wechseln wir dann das Transportmittel um mit dem Balkanexpress über Sofia, Belgrad und Ljubljana gemütlich am Hauptbahnhof Graz ein zu trudeln.
 
Da kommt jetzt ihr ins Spiel. In Graz zieht es uns dann nämlich sofort, nein nicht nachhause, in ein gemütliches Beisl und da wir dort nicht gern allein rumsitzen würden, wäre es toll wenn ihr uns Gesellschaft leisten könntet.
 
Also, Kalender raus, Rotstift zur Hand: Wir kommen am SAMSTAG DEM 26. MÄRZ 2011 nach Graz und alle die uns noch kennen, sind herzlich eingeladen AB 18 UHR IN DER SCHERBE mit uns zu feiern!

Und wer das jetzt liest und sich nicht angesprochen fühlt, falsch. Wir meinen alle, Familie, Freunde, regelmäßige und auch einmal Blogleser, Kommentierer, auch alle denen jetzt erst auffällt dass wir weg waren oder sich fragen die sind schon wieder da? ;))

Wäre super wenn ihr kurz bescheid sagen könnt ob ihr kommt, zwecks Tisch reservieren und so.

Also ein knappes Monat Schonfrist geben wir euch noch, aber dann... 

Wir freuen uns.

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24. Februar 2011 4 24 /02 /Februar /2011 12:32

Muang Ngoi Neua (LAOS) - Luang Prabang (LAOS) - Bangkok (THAI) - Colcata (IND) - Port Blair (Andamanen) (IND) - Havelock (Andamanen) (IND)
 

...lautet einer der offiziellen Werbeslogans des Indientourismus und man kann dieses Land in zwei Worten wohl kaum treffender beschreiben.

Wir landen in Colcata (früheres Kalkutta) und schon allein die Fahrt vom Flughafen in die Stadt ist die Reise wert. Wir fahren in einem gelben alten Ambassador durch die Straßen von Colcata und dürfen ein Leben beobachten, tja wie soll ich´s beschreiben, "unglaubliches Indien" halt.
Männer, die sich am öffentlichen Brunnen am Straßenrand waschen, Frauen baden ihre Kinder, putzen sich die Zähne, daneben wird das Mittagessen zubereitet, ein Fahhrad mit Bündeln von lebenden Hühnern auf der Lenkstange fährt vorbei, ein verkrüppelter junger Mann überquert auf allen vieren vor unserm Taxi die Straße, ein alter Mann mit Leprabeulen sitzt bettelnd am Gehsteig, eine wunderschöne Inderin in gelbem Sari schreitet stolz an ihm vorbei...diese Aufzählung könnte ich noch ewig so fortsetzen.
Das wahrlich erstaunliche und beieindruckende offenbart sich uns aber erst, als wir unseren Weg zu fuß durchs Gewusel bahnen und genauer hinsehen. Nämlich, mit welcher Lebensfreunde und welchem Stolz die Inder trotz der erschlagenden Armut ihr Leben bestreiten und dabei sogar noch glücklich erscheinen. Sag ich doch, "unglaublich". 

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Nach vier schwer beeindruckenden aber auch etwas anstrengenden Tagen in der Großstadt, widmen wir uns wieder der Leichtigkeit des Lebens und fliegen auf die Andamanen.
Die Andamanen sind eine Inselgruppe weit draußen in der Andaman sea, gehören zu Indien und beheimaten neben indischen Einwanderern, auch noch richtig "Wilde". Jeder Völkerkundler wird jetzt ob meiner unqualifizierten Ausdrucksweise protestieren, aber ich erzähl euch eine Episode über die Sentinelesen, die sogenannten Wilden und ihr werdet mir vielleicht beipflichten: Im Jahr 2004 nach dem großen Tsunami starten besorgte Forscher einen  Erkundungsflug über besagter Insel und die undankbaren Sentinelesen? Denen fällt nix besseres ein, als als unmissverständliches Lebenszeichen Speere gen Himmel zu pfeffern! Okay, Mission wohl erfolgreich.
 
Wir schauen da lieber auf der um einiges gastfreundlicheren Insel Havelock vorbei.
Hier erwartet uns ein noch fast unberührtes Paradies. Dschungel biegt sich über Bilderbuchstrände die man ganz für sich alleine genießen kann, keine lästigen Strandverkäufer oder laute Strandkneipen, Urlauber Mangelware, nicht ein Wölkchen trübt den blauen Himmel, och ja, ich glaub den Bungalow mieten wir monatsweise. ;) Zumindest einen Monat...

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Das klingt jetzt zu perfekt? Dann darf ich euch kurz von den Widrigkeiten in unserem kleinen Paradies erzählen.

Da ist die Sache mit dem Bungalow - da wohnt schon jemand! An und für sich kein Problem, die Hütte ist nämlich groß und die Ratte (ja genau!!! ich bin jetzt nur gespielt locker) recht klein, quasi Platz genug für uns drei. Die Situation spitzt sich aber am dritten Tag zu, als wir nämlch bemerken, dass unser süßer Mitbewohner nicht nur an uns vorbei aufs Dach krabbelt, sozusagen Übermieter, sondern direkt zu uns ins Bett, mehr im Sinn eines Untermieters! Wir haben nämlich so ein hübsches Bett mit einem Gestell aus dicken Bambusrohren und, ich kanns ja verstehen, das muss irgendwie nach Penthouse für so eine Ratte ausschauen. Da wohnt sie also unter uns, nicht nur allein wie sich später herausstelt (uahhh...) sondern mit samt Familie und ist zudem sehr nachtaktiv, zumindest dem Gequiecke unter unseren Kopfpölstern nach zu urteilen. Wir jetzt aber so gar nicht die Nachtmenschen, sehen uns aufgrund dieser und weiterer unüberbrückbarer Differenzen gezwungen, diese WG wohl doch besser aufzulösen.

Des weiteren haben wir mit gut gemeinten aber gesundheitlich nicht ganz unbedenklichen Essenseinladungen zu kämpfen.folder2-2628-Kopie-1.jpg
Wir haben nämlich einen indischen Freund. Schadu, 25, Tuktukfahrer (wenn ihn nicht gerade eine Pechsträhne verfolgt oder soll ich besser sagen die Inselpolizei?), waschechter Andamane und wohnt mit seinem Vater, Mutter, Frau, Sohn, Bruder, Schwägerin, Neffen, Sohn der großen Schwester und so weiter gleich neben an. Wir sind zum Fernsehen, es läuft Titanic auf Hindi, und anschließendem Essen eingeladen. Gerne! Stehen mit Bier, Cola und Schokolade auf der Matte, die Damen des Hauses tischen auf. Jede Menge Reis, dazu frittierte Sardienen, Currylinsen und ein frittiertes Ei. Kann mich auch gleich direkt bei der Henne bedanken. Die sitzt nämlich neben mir. Jetzt gehört schon ein wenig Mut dazu in dieser Küche ordentlich zu zu langen, aber erstens haben wir gar keine andere Wahl und zweitens werden unsere Mägen nach so vielen Monaten des Reisens wohl doch schon alle todbringenden Keime zum Freund haben?!
Nächsten Tag stellt sich heraus, dass dies nicht auf die Beschreibung von Gerhards Magen zutrifft. Was solls, die Reiseapotheke gibt zum Glück immer noch was her. Jetzt scheint die liebe Nachbarfamilie aber so von uns entzückt und gastfreundlich, dass weitere Einladungen folgen! Naja vielleicht gehen wir schnell noch mal hin, solang die Antibiotika noch wirken...

Jetzt könnt ich euch noch eine Geschichte vom Krokodil am Strand erzählen, das letztes Jahr eine Touristin getötet hat, aber wir wollen ja nicht dass ihr einen Suchtrupp los schickt, der uns aus dieser Hölle befreit ;))).
Wir halten es nämlich schon noch eine Weile aus hier, keine Sorge.

In diesem Sinne, Namaste T&G!

 

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9. Februar 2011 3 09 /02 /Februar /2011 14:45

Hoi An (VIET) - Luang Prabang (LAOS) - Nong Khiaw - Muang Ngoi Neua


Laos, mit "L" wie leise, langsam, lächelnd, ländlich...

Tatsächlich ist uns an Laos als erstes die Lautstärke aufgefallen. Oder besser gesagt ist es in Luang Prabang so leise, dass uns (nach Vietnam ;) fast die Ohren abfallen. Da haben wir aber so gar nix dagegen und genießen erstmal die Ruhe in diesem gemütlichen Städtchen.
Luang Prabang bietet außerdem genügend touristische Annehmlichkeiten wie gediegene Cafes und Restaurants um sich die Zeit zu vertreiben und dem Mekong beim vorbeifließen zuzusehen. Wenn man davon genug hat, kann man einen der zahlreichen Tempel besuchen, seine Shoppingwut auf den Ständen am Nachtmarkt rauslassen oder einfach die Mönche beim nix tun beobachten.

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Um unseren Ohren aber wieder etwas Abwechslung zu bieten, haben wir uns auf eine Bootsfahrt begeben.
An und für sich noch keine laute Angelgenheit, aber wenn man achteinhalb Stunden auf einem laotischen longtail Boot direkt vor dem Motor sitzt, kann es schon sein dass die Ohren danach etwas unter Schock sind. Quasi burn out. Dass sich der Gehörsinn während dieser Flussfahrt verbaschiedet, ist aber für den Erfolg dieser Reise nicht entscheidend, denn worauf es ankommt ist das Sehen.
Von Luang Prabang fahren wir also einen ganzen Tag lang flussaufwärts bis nach Nong Khiaw. Was sich unseren Augen bietet ist eine wunderschöne Flusslandschaft gespickt mit jeder Menge Leben. Frauen waten knietief in ihren Kleidern durchs Wasser, grasen den Grund nach Flusstang ab, schwer beladene Körbe am Rücken, Kinder spielen im Fluss, Boote mit allem beladen was flussauf- und flussabwärts zum Leben gebraucht wird ziehen an uns vorbei, Leute winken. Ein Bild, das man als Tourist in dem Teil Asiens nur noch selten zu sehen bekommt.
Als wir um halb sechs in Nong Khiaw ankommen, gleicht der "Steg" einer öffentlichen Badeanstalt, das halbe Dorf wäscht sich nämlich gerade am Fluss.

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Nong Khiaw gefällt uns. Ein paar einfache Hütten an beiden Seiten des Flusses, verbunden durch eine massive Brücke, zu tun gibts weiter nichts außer den Leuten beim Leben zu schauen. Das machen wir dann auch für die nächsten paar Tage. Da gibts zum Beispiel eine Hochzeit, Kinder mit einem selbst gebastelten Hula Hoop Reifen, Frauen beim Wäsche waschen, Männer die fischen.

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Aufregend klingt das nicht? Tja mag sein dass wir schon interessantere Geschichten von unserer Reise zu erzählen hatten.Aber so ist das eben in Laos. Es kann passieren, dass sich der  Herzschlag verlangsamt, es still wird und nix anderes zu tun bleibt, als es zu genießen.
Wir haben genau das gemacht und wahrscheinlich gerade deshalb eine richtig gute Zeit bei den leisen Laoten...

....Pssst! (Es grüßen Tanja und Gerhard!)

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31. Januar 2011 1 31 /01 /Januar /2011 14:24

Siem Reap (CAMB) - Saigon (VIET) - Dalat - Hoi An 

 

 ...ist eine in österreichischer Umgangssprache salopp verwendete Formulierung um Erstaunen und Verwunderung zum Ausdruck zu bringen. (Zur Erklärung für diejenigen, denen dieser nicht ganz bühnendeutsche Ausdruck ungeläufig ist!)
 
Unser erstes Aufeinandertreffen mit Vietnam findet in Saigon (Ho Chi Minh City) statt und "Bist du Moped!" ist uns da nicht nur einmal in den Sinn gekommen!
Saigon hat acht Millionen Einwohner und diese wiederum sechs (!) Millionen Mopeds. Das Moped beherrscht demnach das Straßenbild und wird in einer für Außenstehende nicht nachvollziehbaren (Un)Ordnung ducrh den Verkehr gelenkt, hupend und immer schön in Bewegung bleiben, denn Stillstand ist der Feind der geschäftigen Saigonvietnamesen. Sich in diesem Chaos auch nur als Fußgänger zu bewegen wird zum Erlebnis und zu unserem persönlichen Vietnamhighlight.
Man stelle sich das über die Straße Gehen also folgendermaßen vor: Man tritt unerschrocken den Gehsteig (falls vorhanden) hinunter, setzt dann einen Fuß vor den anderen, ganz langsam, aber immer weiter, nicht stehen bleiben. Schauen ob´s geht? Fehlanzeige, denn es geht NIE! Einer Konfrontation mit Bussen oder Autos versucht man aus dem Weg zu gehen, nicht sonderlich schwierig denn es kommen...richtig...sowieso nur Mopeds! Die schlängeln sich ohne jemals für einen zu bremsen geschickt vorbei, mal vorne mal hinten, aber eben nur solange man GEHT und nicht steht. Dann nämlich bringt man europäische Ordnung ins Straßengeschehen und das funktioniert hier so gar nicht.

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Wir sind dann auch Moped gefahren, allerdings 300 Kilometer weiter nördlich in Dalat, nur 130.000 Einwohner (und Mopeds! ;).
Hier haben wir mit Son vom Pink House Hotel eine lustige und interessante Mopedtour gemacht, die uns einen ganzen Tag ins hügelige Hinterland von Dalat geführt hat, vorbei an Wasserfällen, Kaffeeplantagen, einer Cricketfarm und zu einer alten Dame des ortsansäsesigen "Chin" Stammes. Aber der Reihe nach.  

   

Kaffee, ja man lernt ja soviel dazu beim Reisen, ist nämlich ganz großes Thema in folder2 1852Vietnam.   Vietnam belegt hinter Brasilien und  vor Kolumbien Platz 2 unter den weltweit größten Kaffeeproduzenten und hergebracht haben den Kaffeestrauch Anfang des 20. Jahrhunderts die Franzosen. Neben der Arabicabohne gilt der Wieselkaffee als eine ganz besondere Spezialität. Diesem tollen Tier werden die Böhnchen gefüttert, einen natürlichen Verdauungszyklus eines Wiesels lang dauert es dann bis zur neuerlichen Ernte und schwupps, echte Kaffejunkies dürfen Chon, Wiesel-A-A Kaffee genießen. Leider zu speziell um auf unserer Tour einen zu kriegen. 

 

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Als Entschädigung stoppen wir aber auf einen Imbiss bei der Grillenfarm. Die zirpen und vermehren sich alle ganz kräftig in ihren Käfigen, werden danach lecker in Fischsauce frittiert und uns serviert. Nach den Heuschrecken von letzter Woche wäre es glatt diskrimierend diese nun zu verweigern. Fazit? Ich mag Grillen noch weniger gern als Heuschrecken. (Hallo Robert! Kann sein dass ich gourmettechnisch doch mehr der Spinnentyp bin...)

 

 

Nach einem richtigen Mittagessen bei Son´s Familie besuchen wir dann ein Dorf, in dem das Leben etwas anders abläuft. Die Bewohner gehören einer Minderheitengruppe an, dem Stamm der Chin, leben in ganz einfachen,  ärmlichen Verhältnissen, Kinder kommen am Lehmboden auf die Welt und freuen sich noch über mitgebrachte Äpfel. Und (im Unterschied zum (w-)restlichen Vietnam), die Frauen haben hier das Sagen! Zumindest was den Einkauf angeht. Und ich spreche nicht von Obst, Fleisch und sonstigem Gemüse vom Markt, nein die Chin-Damen kaufen ihre  Männer! Der Durchschnittsmann kostet so an die 2 Büffel, 75 Hochzeitsketten und ein paar Kilo Kaffee, erzählt uns eine charmante ältere Dame die wir in ihrer Hütte besuchen. Wenn er zu nix taugt und säuft wirds billiger, wenn er fesch und fleißig ist kann schon sein dass man einen Büffel drauf legen muss. Ist eine Familie in der misslichen Lage zuviele Töchter und zuwenig Büffel zu haben, weiß man sich auch zu helfen. Es wird ein Guter gekauft und der wird dann geschwisterlich geteilt!

Auf die Frage wieviel ihrer denn gekostet hat kommt blitzschnell die Gegenfrage: "Der Erste?" und grinst. Ahaaa....unsere Lady also ein Shopaholic... ;)

 

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Am Heimweg zeigt uns Son noch Seidenraupen und deren Fabrik (nein wir haben die Tierchen diesmal nicht gegessen) und eine Schwammerlzucht. Wir haben aber schon genug Info zu Vietnams Wirtschaft und Kultur für diese Woche und einen Hunger...ach die Raupen, hättn ma doch sollen....

Retour nach Dalat auf eine kulturlose Pizza, es grüßen Moped Thobias und ich ;)


     


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19. Januar 2011 3 19 /01 /Januar /2011 05:27

Bangkok - Aranya Prathet (THAI) - Siem Reap (CAMB)

Los gehts! Mit dem Zug  in der 3. Klasse von Bangkok nach Aranya Prathet, eine kleine Metropole an der Grenze zu Kambodscha, reist es sich zwar nicht sehr bequem, dafür günstig und sehr authentisch. Während wir am Bahnsteig noch auf den völligen Stillstand des Zuges warten, sind unsere Mitreisenden schon mit Sack und Pack in die Waggons eingezogen. Huch, nix wie nach und mit ach und krach ergattern wir noch zwei Sitzplätze. Zwar getrennt voneinander, aber Bequemlichkeit geht Zweisamkeit für die nächsten 6 Stunden eindeutig vor. Meine Sitznachbarin ist zudem sehr nett und überaus engagiert, irgendwo Platz für meine Beine zu finden...die müssen den kleinen Thais ganz schön lang vorkommen. Jetzt ist die gute Dame aber nicht nur um meine Beinfreiheit bemüht, auch mein leibliches Wohl liegt ihr sehr am Herzen.


Zugreisen in Thailand zeichnen sich im allgemeinen dadurch aus, dass man alle drei Minuten die Möglichkeit hat kalte Getränke, süße Leckereien, köstliche Früchte, frisch zubereitetes und noch dampfendes Pad Thai oder sonstige Köstlichkeiten, die ganz praktisch an einem vorbei kommen, zu erstehen. In der 3. Klasse ist jetzt aber nicht nur die Sitzbank etwas rustikaler, auch das Catering ist auf das lokale Klientel abgestimmt. Bei dem Angebot, das da so an uns vorbei kommt, ist die Stinkfrucht noch das genüsslichste (und eine der wenigen Sachen die ich eindeutig als Essen identifizieren kann?) und heißes Pad Thai? Nö, warme Speisen beschränken sich auf hart gekochte Eier.

Meine Sitznachbarin ist aber trotzdem fleißig am Kaufen und bei ihrer letzten Errungenschaft zeig ich mich wohl eine Spur zu interessiert. Es ist ein Sackerl voll mit knusprig gebratenen Heuschrecken, ein kleiner Snack für zwischendurch. Mit einem Strahlen im Gesicht bietet sie mir davon an. Ich geb den Kelch erstmal weiter und weck Gerhard gegenüber auf. Ich weiß nicht ob er noch schlaftrunken war oder schon ganz bei Sinnen, jedenfalls greift er zu und es scheint ...zu schmecken? Jetzt bin auch ich mutig und pick mir eine kleine Heuschrecke raus. Wie es schmeckt? Mit viel Einbildungsvermögen ein bisschen wie Erdnusssnips, sonst nach Heuschrecke. Weitere Angebote lehnen wir dann doch lieber dankend ab, der Thailady machts nichts aus, frei nach dem Motte: Hhmm... eben mehr für mich! Nur die Fußerl wenn´s zu lang sind, die werden abgebissen und bleiben genüsslich an ihren Fingern kleben... 

 

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Angekommen in Aranya Prathet lassen wir uns von Tante Tuk Tuk (unsere erste weibliche Tuk Tuk Pilotin!) in das einzige herzeigbare "Hotel" vor Ort bringen und gönnen unserem Heuschrecken geplagten Magen als Wiedergutmachung ein (ja, schon wieder) Pad Thai und Sticky rice with mango von der Straße. Wir sitzen dabei auf Plastikstühlen vor dem hiesigen Bestattungsunternehmen, zwischen hübsch verzierten goldenen Särgen, üppigen Plastikblumenkränzen und, was der noch im Angebot hat verwundert uns etwas. Putzeimer, die wie ein Geschenkskorb, gefüllt mit Wischlappen, Waschmittel, Zahnpasta und Bürste, Kaffee, Keksen und sonst noch allerhand brauchbarem, hübsch mit einer Schleife verziert. ? Eine Grabbeigabe? Wir bleiben dran.
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Doch unsere skurile Reise geht weiter. Am nächsten morgen nämlich organisiert uns Gerhard einen tollen Transport zur 7 km enfernten kambodschanischen Grenze. Am Steuer eines...nein Tuk Tuk ist das keines mehr...seht selbst...sitzt die thailändische Ausgabe von Charles Bronson und bringt uns mit seinem Höllengerät bis an die Grenze. Dort geht es dann zu fuß rüber nach Kambodscha, Visum diesmal kein Problem, das gibts vorort für 20 USD. Welcome to Cambodia!

 

Gleich weiter zur Hauptattraktion dieses Landes, nach Siem Reap und die Tempel von Angkor.
Wir mieten uns für einen Tag ein (was auch sonst) Tuk Tuk samt Fahrer und tuckern gemütlich von Tempel zu Tempel. Die sehen echt beeindruckend aus, wurden im 12. Jhd. von einfallsreichen Khmer Königen in Auftrag gegeben und zählen heute zu den weltgrößten religiösen Bauwerken. Nach einem ganzen Tag Angkor Wat, Bayon, Angkor Thom und wie die verschiedenen Tempel alle heißen, schließt sich für uns der Kreis bei einem kühlen Angkor (Biersorte!) zurück in Siem Reap.

 

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Erstmal genug Tuk Tuk, Zug und Bronson Tribikes, hier verschnaufen wir bevor die Reise weiter geht nach... Vietnam!

Liebe Grüße und probiert doch mal eine Heuschrecke aus der Kleintierhandlung eures Vertrauens. ;))

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